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c-base logbuch

Beitrag in der Zitty

Berliner Off-Kulturprojekt c-base kaempft ums Ueberleben
“Bring me more member, Scotty”

Zitty c-base

Auch Raumschiffe sind nicht gefeit vor einer Havarie. Die c-base an der Jannowitzbruecke in Berlin-Mitte haette fast eine Bruchlandung hingelegt. Die fristlose Kuendigung lag schon auf dem Tisch des gemeinnuetzigen Vereins, dessen futuristisch gestaltete Clubraeume aussehen, als koennen man in ihnen durch ferne Galaxien reisen. Grund: Drei Monatsmieten lag die c-base e.V. im Juli im Rueckstand.

Verantwortlich fuer die praekaere Situation war neben gestiegenen Fixkosten fuer Miete und Strom, eine Nachzahlung der GEMA im vierstelligen Bereich, sagt Christian Prochnow, der Vorsitzende des Vereins. Weil die c-base aber noch Aussenstaende von Mitglieds-Beitraegen und Sponsoren hat, konnte mit dem Vermieter der Raeumlichkeiten in der Rungestrasse eine Einigung erzielt werden.

Erfahrung mit den Mietsteigerungen und der Gentrification auf dem Berliner Immobilienmarkt sammelte der Verein schon 2000, als die Station vom Hackeschen Markt zur Jannowitzbruecke umziehen musste. Wo damals die Station lag, sind heute Boutiquen.
Nun atmet Christian Prochnow auf: “Erstmal geht es jetzt weiter. Wir muessen aber unsere Raeume besser bewirtschaften. Vor allem am Wochenende mit Veranstaltungen.”

Gespannt bleibt die Lage trotzdem. Vor allem neue Mitglieder braucht der Verein, der seit uebre zwoelf Jahren fester Treffpunkt fuer Internet-Aktivisten, Computerspiel-Experten und andere extra-terrestrische Freigeister ist.

Regelmaessig finden in den Ueberresten der 4,5 Milliarden alten Raumstation, so die Legende, Seminare statt ueber Software und jam-Sessions fuer die Musiker. Auch ein Tonstudio steht den Mitgliedern zur Verfuegung.

Die Situation der c-base zeigt, dass die Lage fuer die Off-Kultur in Berlin-Mitte immer schwieriger wird. Kulturprojekte, die keine Foerderung erhalten, koennen die steigenden Mietpreise kaum noch zahlen.

Felix Denk

Comments

  1. c-base helper
    Juli 20th, 2007 | 12:56 pm

    Der Text:

    Alarm im Weltall
    Berliner Off-Kulturprojekt c-base kaempft ums Ueberleben
    “Bring me more member, Scotty”

    Auch Raumschiffe sind nicht gefeit vor einer Havarie.
    Die c-base an der Jannowitzbruecke in Berlin-Mitte
    haette fast eine Bruchlandung hingelegt.
    Die fristlose Kuendigung lag schon auf dem Tisch
    des gemeinnuetzigen Vereins, dessen futuristisch
    gestaltete Clubraeume aussehen, als koennen man
    in ihnen durch ferne Galaxien reisen. Grund:
    Drei Monatsmieten lag die c-base e.V. im Juli
    im Rueckstand.

    Verantwortlich fuer die praekaere Situation war
    neben gestiegenen Fixkosten fuer Miete und Strom,
    eine Nachzahlung der GEMA im vierstelligen Bereich,
    sagt Christian Prochnow, der Vorsitzende des Vereins.
    Weil die c-base aber noch Aussenstaende von Mitglieds-Beitraegen
    und Sponsoren hat, konnte mit dem Vermieter der Raeumlichkeiten
    in der Rungestrasse eine Einigung erzielt werden.

    Erfahrung mit den Mietsteigerungen und der Gentrification auf
    dem Berliner Immobilienmarkt sammelte der Verein schon 2000,
    als die Station vom Hackeschen Markt zur Jannowitzbruecke
    umziehen musste. Wo damals die Station lag, sind heute Boutiquen.

    Nun atmet Christian Prochnow auf: “Erstmal geht es jetzt weiter.
    Wir muessen aber unsere Raeume besser bewirtschaften.
    Vor allem am Wochenende mit Veranstaltungen.”

    Gespannt bleibt die Lage trotzdem. Vor allem neue Mitglieder braucht der Verein,
    der seit uebre zwoelf Jahren fester Treffpunkt fuer Internet-Aktivisten,
    Computerspiel-Experten und andere extra-terrestrische Freigeister ist.

    Regelmaessig finden in den Ueberresten der 4,5 Milliarden alten Raumstation,
    so die Legende, Seminare statt ueber Software und jam-Sessions fuer die Musiker.
    Auch ein Tonstudio steht den Mitgliedern zur Verfuegung.

    Die Situation der c-base zeigt, dass die Lage fuer die
    Off-Kultur in Berlin-Mitte immer schwieriger wird.
    Kulturprojekte, die keine Foerderung erhalten,
    koennen die steigenden Mietpreise kaum noch zahlen.

    –FeliX Denk

  2. Juli 20th, 2007 | 4:10 pm

    Tjaja, diese verdammte Gentrification auf dem Berliner Immobilienmarkt !

    Ebenfalls gentrifiziert, was auch immer das heissen mag, sind wohl die Redaktionen bestimmter Berliner Stadtmagazine oder die Oberst

  3. Juli 20th, 2007 | 4:12 pm

    …. die Oberstuebchen ihrer ach so hippen Kolumnenschreiber… ;-)

    Werter FeliX Denk, bitte entsinne dich kuenftig deines Nachnamens, bevor du weiterhin der um sich greifenden Sprachverhunzung Vorschub leistest und derart sinnlos-ueberfluessige Amerikanismen nachplapperst. -Danke !-

    Abschliessend trotzdem noch ein Lob: Die Darstellung ist weitestgehend korrekt und wohlwollend. Und das Anziehen der Mieten in Berlin ist in der Tat ein Aergernis !

    Gruesse,
    == Newton ==

  4. voltage
    Juli 20th, 2007 | 4:52 pm

    Mensch Newton …. guckst du hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gentrifizierung

  5. Juli 20th, 2007 | 5:44 pm

    *schnüff* Der ewiger Kampf gegen die Windmühlen … Raumstation nicht Raumschiff … :-(

  6. Juli 22nd, 2007 | 12:00 am

    Na klar, “Wikipedia ist dein Freund” alias “wer lesen kann,
    ist im Vorteil.” ;-) Voellig richtig, und anschliessend hab ich mir den Artikel dort auch zu Gemuete gefuehrt.

    Mir geht halt nur dieses Abgrenzenwollen durch Anglizismen auf den Zeiger. “Stadtviertelaufwertung” oder sowas in der Art haette es doch auch getan.

  7. macro
    Juli 22nd, 2007 | 8:51 am

    Ähm, nein, in dem Fall nicht, der Begriff ist durchaus weiter gefaßt und gerade in der Diskussion um urbane Entwicklungen sehr zentral.
    Und in der Wissenschaft ist btw. ist unser erster Standort. die Oranienburger Straße so was wie der perfekte Fall von Gentrifizierung, und wird in der Diskussion auch gern vorgebracht.

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